reorganization

KSA Germany

Kennzahlen: Beratungsgesellschaft, ca. 30 Mio. DM Umsatz, 60 Beschäftigte
Position / Funktion: Geschäftsführer und Partner von KSA Germany
Zeitraum: 1998 – 2002


Ausgangssituation:

Die KSA Germany, eine 100% Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Beratungsgesellschaft KSA Kurt Salmon Assoc. mit Sitz in Atlanta, Georgia schrieb nachhaltig rote Zahlen (ca. 10% negative Umsatzrendite). Der Europachef und spätere Global CEO Peter Brown hat mich abgeworben, um KSA Germany zu alter Schlagkraft und Profitabilität zurück zu führen. Das Unternehmen litt insbesondere an deutlich zu kleinen Auftragsgrößen und bestand aus einer Vielzahl unabhängig agierender Einzelkämpfer. Außerdem war das Unternehmen im Zielmarkt kaum sichtbar.

KSA war zu diesem Zeitpunkt eine global agierende Beratungsgesellschaft, die sich auf die Beratung von Textil- und Bekleidungsunternehmen sowie FMCG-Einzelhändlern spezialisiert hat. Das Unternehmen beschäftigte weltweit ca. 1.200 Berater.

Kernaktivitäten:

Die wichtigste Aufgabe bestand zunächst in der Akquisition von Projekten mit kritischer Masse, um ein ganzes Team von Beratern über Monate bei einem Kunden zu beschäftigen. Dies diente nicht nur der wirtschaftlichen Performance sondern auch dem Zusammenhalt in der Beratermannschaft. Von nicht integrierbaren Einzelkämpfern wurde sich umgehend getrennt und dafür wurden junge, motivierte Mitarbeiter eingestellt. Um dem Unternehmen ein progressives und professionelles Image zu geben und den Change der Firma für alle Internen und Externen sichtbar werden zu lassen, wurde aus einem Altbau im Industriegebiet in ein modernes Gebäude mit modernster Technik ins aufstrebende Hafengebiet von Düsseldorf umgezogen. Außerdem wurde der Außenauftritt des Unternehmens durch professionelle Vorträge und Fallstudien auf Fachkongressen und in Printmedien untermauert.

Nach einer Stabilisierungsphase wurden neu Beratungsprodukte (z.B. AFS apparel and footwear solution in Zusammenarbeit mit SAP) entwickelt, die am Bedarf der Branche ausgerichtet waren. Zusätzlich wurde Kapazität in das Performancecontrolling der Projekte investiert (presentation rehearsal, project review), um die Beratungsqualität zu steigern und um die Folgeauftragsquote zu erhöhen.

Ergebnisse:

Nach einem Jahr schrieb das Unternehmen KSA Germany wieder schwarze Zahlen, nach 3 Jahren gehörte es global zur besten Einheit neben den USA bei KSA. Außerdem wurden internationale Projekte mit den Units in anderen Teilen der Erde durchgeführt (Frankreich, UK, Indien, Japan, USA). KSA Germany hatte seinen Umsatz verdoppelt und einen EBITDA von 22% erwirtschaftet. KSA Germany hatte eine exzellente Kundenbasis mit umfangreichen Projekten aufgebaut (C&A, Carrefour, Metro Group, Liz Claiborne, Holy Fashion Group, Deutsche Bank) und einen hervorragenden Ruf im Markt. KSA Germany gehörte zu dieser Zeit zum führenden Beratungsunternehmen für Fashion und Lifestyle im deutschsprachigen Raum.

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